Ich kenn ein einsam Plätzchen auf der Welt

1. Ich kenn' ein einsam Plätzchen auf der Welt
Liegt ruhig still verborgen.
Dort flieh ich hin, wenn mich Kummer quält,
dort klag ich meine Sorgen.
Und fragst du mich, so sag ich's dir.
Es liegt nicht weit, nicht weit von hier.
Der liebste Platz, den ich auf Erden hab,
Das ist die Rasenbank am Elterngrab.

2. Da zieht's mit Zaubermacht mich immer hin,
Wenn Menschen mit mir streiten.
Dort merk ich nicht, daß ich verlassen bin.
Dort klag ich meine Leiden.
Da reden mir die Toten zu,
Die Eltern mein in ew'ger Ruh.
Der liebste Platz, den ich auf Erden hab,
Das ist die Rasenbank am Elterngrab.

3. Und wenn ich einstens lebensmüde bin
Muß dieser Welt entsagen,
Dann, guter Gott, gewähr die Bitte mir
Laß mich zum Friedhof tragen.
Drückt mir der Tod die Augen zu,
Dann legt mich dort zur ew'gen Ruh.
An jenen Platz, wo ich mein liebstes hab,
Dort bei der Rasenbank am Elterngrab.

Autor: unbekannt
 

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