Frühlingslieder

Sie fragen sich, wann der Winter endlich vorbei ist? Der Frühling ist die Jahreszeit, die Ihnen am besten gefällt? Frühlingslieder singen, das kann motivieren: nicht mehr lange, dann ist es vorbei mit dem Bibbern, wenn man raus muss aus den eigenen vier Wänden. Keine rutschigen oder spiegelglatten Gehwege und kein Schneematsch mehr. Und – juhu – die Tage werden wieder länger. Frühlingslieder können einem außerdem gute Laune machen. Wenn darin die erwachende Natur beschrieben wird wie das Blühen der Blumen und das Summen der Bienchen, dann erzeugt das positive Bilder im Kopf und damit positive Gefühle. Auch für Gartenfreunde sind Frühlingslieder etwas: Mitglieder einer Gartengemeinschaft, die nach einer Sitzung mal ein Liedchen trällern, sind gleich (noch) besser drauf. Oder suchen Sie Frühlingslieder zum Aufmuntern für einen Menschen, dem es gerade nicht sonderlich gut geht? So oder so: Durchforsten Sie diese Seiten nach einem passenden Frühlingslied – viel Spaß!

Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald
1. Kuckuck, Kuckuk, ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen,
tanzen und springen!
Frühling, Frühling wird es nun bald!

2. Kuckuck, Kuckuck, läßt nicht sein Schrei'n:
Komm in die Felder,
Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!

3. Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!
Was du gesungen,
ist dir gelungen:
Winter, Winter, räumet das Feld.

Autor: Hoffmann von Fallersleben

Der Mai ist gekommen
1. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.

2. Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt´!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

3. Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie ´ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

4. Und abends im Städtchen, da kehr´ ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing´ ich dazu.

5. Und find ich keine Herberg´, so lieg´ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh´ das Morgenrot mich wach.

6. O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

Autor: Emanuel Geibel

Nun will der Lenz uns grüßen
1. Nun will der Lenz uns grüßen,
Von Mittag weht es lau,
Aus allen Wiesen sprießen
Die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide
Sich ein Gewand gar fein
Und lädt im Festtagskleide
Zum Maientanze ein.

2. Waldvöglein Lieder singen,
Wie ihr sie nur begehrt,
Drum auf zum frohen Springen,
Die Reis' ist Goldes wert!
Hei, unter grünen Linden,
Da leuchten weiße Kleid'!
Heißa, nun hat uns Kinden
Ein End all Wintersleid!

Autor: Neidhart von Reuenthal

Alles neu macht der Mai
1. Alles neu macht der Mai,
macht die Seele frisch und frei.
Laßt das Haus, kommt hinaus!
Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein,
duftend prangen Flur und Hain:
Vogelsang, Hörnerklang
tönt den Wald entlang.

2. Wir durchziehen Saaten grün,
Haine, die ergötzend blüh´n,
Waldespracht, neu gemacht
nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
rieselnd munter silberhell
Klein und Groß ruht im Moos,
wie im weichen Schoß.

3. Hier und dort, fort und fort,
wo wir ziehen, Ort für Ort,
alles freut sich der Zeit,
die verschönt erneut.
Widerschein der Schöpfung blüht
uns erneuend im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei
macht der holde Mai.

Autor: Hermann Adam von Kamp

Winter ade!
1. Winter ade! Scheiden tut weh.
Aber dein Scheiden macht,
dass mir das Herze lacht.
Winter ade! Scheiden tut weh.

2. Winter ade! Scheiden tut weh.
Gerne vergess' ich dein,
kannst immer ferne sein.
Winter ade! Scheiden tut weh.

3. Winter ade! Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
lacht dich der Kuckuck aus.
Winter ade! Scheiden tut weh.

Autor: Hoffmann von Fallersleben

Alle Vögel sind schon da
1. Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel alle!
Welch ein Singen, Musizier'n,
Pfeifen, Zwitschern, Tirilier'n:
Frühling will nun einmarschier'n,
kommt mit Sang und Schalle.

2. Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.

3. Was sie uns verkünden nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein,
springen, tanzen, scherzen.

Autor: Hoffmann von Fallersleben

Jetzt fängt das schöne Frühjahr an
1. Jetzt fängt das schöne Frühjahr an,
und alles fängt zu blühen an
auf grüner Heid' und überall.

2. Es blühen Blüm'lein auf dem Feld',
sie blühen weiß, blau, rot und gelb,
es gibt nichts Schön'res auf der Welt.

3. Jetzt geh' ich über Berg und Tal,
da hört man schon die Nachtigall
auf grüner Heid' und überall.

Autor: Volkslied, unbekannt

Komm lieber Mai und mache
1. Komm, lieber Mai und mache
die Bäume wieder grün,
und lass mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blüh'n!
Wie möcht' ich doch so gerne
ein Blümchen wieder seh'n,
ach lieber Mai, wie gerne
einmal spazieren geh'n.

2. Zwar Wintertage haben
wohl auch der Freuden viel:
man kann im Schnee eins traben
und treibt manch Abendspiel,
baut Häuserchen von Karten,
spielt Blindekuh und Pfand,
auch gibt's wohl Schlittenfahrten
aufs liebe freie Land

3. Doch wenn die Vögel singen
und wir dann froh und flink
auf grünem Rasen springen,
das ist ein ander Ding!
Jetzt muss mein Steckenpferdchen
dort in dem Winkel stehen,
denn draussen in dem Gärtchen
kann man vor Schmutz nicht gehn.

4. Am meisten aber dauert
mich Lottchens Herzeleid,
das arme Mädchen lauert
recht auf die Blumenzeit.
Umsonst hol ich ihr Spielchen
zum Zeitvertreib herbei,
sie sitzt in ihrem Stühlchen
wie's Hühnchen aus dem Ei.

5. Ach, wenn's doch erst gelinder
und grüner draußen wär!
komm, lieber Mai, wir Kinder,
wir bitten gar zu sehr!
O komm und bring vor allem
uns viele Veilchen mit,
bring auch viele Nachtigallen
und schöne Kuckucks mit.

Autor: Christian Adolf Overbeck

Der Frühling hat sich eingestellt
1. Der Frühling hat sich eingestellt!
Wohlan, wer will ihn sehn?
Der muß mit mir ins freie Feld,
ins grüne Feld nun gehn.

2. Er hielt im Walde sich versteckt,
daß niemand ihn mehr sah;
ein Vöglein hat ihn aufgeweckt,
jetzt ist er wieder da.

3. Jetzt ist der Frühling wieder da,
ihm folgt, wohin er zieht,
nur lauter Freude fern und nah
und lauter Spiel und Lied.

4. Und allen hat er, groß und klein,
was Schönes mitgebracht,
und sollt's auch nur ein Sträußchen seil
er hat an uns gedacht.

5. Drum frisch hinaus ins freie Feld,
ins grüne Feld hinaus!
Der Frühling hat sich eingestellt;
wer bliebe da zu Haus?

Autor: Hoffmann von Fallersleben

Der Winter ist vergangen
1. Der Winter ist vergangen,
ich seh des Maien Schein,
ich seh die Blümlein prangen,
des ist mein Herz erfreut.
So fern in jenem Tale,
da ist gar lustig sein,
da singt Frau Nachtigalle
und manch Waldvögelein.

2. Ich geh den Mai zu hauen
hin durch das grüne Gras,
schenk meinem Buhl die Treue,
die mir die Liebste war.
Und ruf, daß sie mag kommen,
wohl an dem Fenster stan,
empfangen den Mai mit Blumen.
Er ist gar wohlgetan.

3. Er nahm sie sonder Trauern
in seine Arme blank,
der Wächter auf den Mauern
hob an sein Lied und sang:
Ist jemand noch darinnen,
der mag jetzt heimwärts gehen.
ich seh den Tag aufdringen
wohl durch die Wolken schön.

4. Ach, Wächter auf der Mauer,
wie quälst du mich so hart!
Ich lieg in schwerer Trauer,
mein Herz leidet Schmach.
Das macht die Allerliebste,
von der ich scheiden mus;
das klag ich Gott dem Herren,
dass ich sie lassen muss.

5. Ade, mein Allerliebste,
ade, ihr Blümlein fein.
Ade, schön Rosenblume,
es muß geschieden sein,
bis das ich wiederkomme,
sollst du die Liebste sein.
Das Herz in meinem Leibe
das ist ja allzeit dein.

Autor: Volkslied, unbekannt

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