deutsche Lieder

Sie lieben deutsche Lieder, weil Deutsch Ihre Muttersprache ist? Fremdsprachige Lieder gehen Ihnen emotional nicht so unter die Haut, weil Sie nicht jedes Wort davon verstehen? Sie möchten begreifen, welche Botschaft ein Sänger, eine Sängerin mit seinem beziehungsweise ihrem Text übermitteln will? Oder sind Sie kein Muttersprachler und stöbern nach deutschen Songs, weil Sie dadurch ebenfalls Deutsch lernen wollen? Egal, weshalb Sie deutsche Lieder brauchen, auf diesen Seiten finden Sie etliche davon. Deutsche Lieder können im Übrigen nicht nur Volkslieder sein, sondern vor allem auch Schlager und Popsongs. Es gibt darüber hinaus deutsche Lieder, die eigentlich eine deutsche Version eines fremdsprachigen Liedes sind: Zwei berühmte Beispiele dafür sind die deutschen Versionen „Komm, gib mir deine Hand“ und „Sie liebt dich“ der legendären britischen Band The Beatles aus dem Jahr 1964 – im englischen Original heißen sie "I Want to Hold Your Hand" und "She Loves You".

Wir lagen vor Madagaskar
Wir lagen vor Madagaskar
Und hatten die Pest an Bord
In den Kesseln, da faulte das Wasser
Und täglich ging einer über Bord

Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi!
Leb wohl, kleines Mädel, leb wohl, leb wohl!
Ja, wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
Dann sind die Matrosen so still, ja so still
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt
Die er gerne einmal wiedersehen will

Wir lagen schon vierzehn Tage
Kein Wind durch die Segeln uns pfiff
Der Durst war die größte Plage
Da liefen wir auf ein Riff

Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi!...

Der lange Hein war der erste
Er soff von dem faulen Naß
Die Pest gab ihm das Letzte
Und wir ihm ein Seemannsgrab

Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi!...

Autor: Just Scheu

Die Affen rasen durch den Wald
1. Die Affen rasen durch den Wald,
der eine macht den andern kalt.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss,
wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

2. Die Affenmama sitzt am Fluss
und angelt nach der Kokosnuss.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss,
wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

3. Der Affenonkel, welch ein Graus,
reißt ganze Urwaldbäume aus.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss,
wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

4. Die Affentante kommt von fern,
sie isst die Kokosnuss so gern.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss,
wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

5. Der Affenmilchmann, dieser Knilch,
der wartet auf die Kokosmilch.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss,
wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

6. Das Affenbaby voll Genuss
hält in der Hand die Kokosnuss.
Die ganze Affenbande brüllt:
"Da ist die Kokosnuss,
da ist die Kokosnuss,
es hat die Kokosnuss geklaut!"

7. Die Affenoma schreit: "Hurra!
Die Kokosnuss ist wieder da!"
Die ganze Affenbande brüllt:
"Da ist die Kokosnuss,
da ist die Kokosnuss,
es hat die Kokosnuss geklaut!"

8. Und die Moral von der Geschicht:
Klaut keine Kokosnüsse nicht,
weil sonst die ganze Bande brüllt:
"Wo ist die Kokosnuss,
wo ist die Kokosnuss,
wer hat die Kokosnuss geklaut?"

Autor: Volkslied, unbekannt

Am Brunnen vor dem Tore
1. Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebes Wort
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort

2. Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht
Und seine Zweige rauschten
Als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle
Hier findst du deine Ruh

3. Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht
Der Hut flog mir vom Kopfe
Ich wendete mich nicht
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von diesem Ort
Und immer hör ich´s rauschen:
"Du fändest Ruhe dort!"

Autor: Wilhelm Müller

Hoch auf dem gelben Wagen
1. Hoch auf dem gelben Wagen
sitz ich beim Schwager vorn.
Vorwärts die Rosse traben
lustig schmettert das Horn.
Felder und Wiesen und Auen
wogendes Ährengold.
Ich möchte ja so gern noch bleiben,
aber der Wagen, der rollt.

2. Postillon in der Schenke
füttert die Rosse im Flug.
Schäumendes Gerstengetränke
reicht mir der Wirt im Krug.
Hinter den Fensterscheiben
lacht ein Gesicht so hold.
Ich möchte ja so gerne noch bleiben,
aber der Wagen, der rollt.

3. Flöten hör´ ich und Geigen
lustiges Baßgebrumm.
Junges Volk im Reigen
tanzt um die Linde herum,
wirbelt wie Blätter im Winde
jauchzet und lacht und tollt.
Ich bliebe ja so gerne bei der Linde,
aber der Wagen, der rollt.

4. Sitzt einmal ein Gerippe
dort beim Schwager vorn,
schwenkt statt der Peitsche die Hippe
Stundenglas statt des Horns,
sag ich: „Ade nun, ihr Lieben
die ihr nicht mitfahren wollt.
Ich wäre ja so gern noch geblieben,
aber der Wagen, der rollt.

Autor: Rudolf Baumbach

Ein Jäger aus Kurpfalz
1. Ein Jäger aus Kurpfalz,
der reitet durch den grünen Wald
und schießt sein Wild daher,
gleich wie es ihm gefällt.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

2. Auf sattelt mir mein Pferd
und legt darauf den Mantelsack,
so reit ich weit umher
von Jäger von Kurpfalz.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

3. Hubertus auf der Jagd,
der schoß ein' Hirsch und einen Has';
er traf ein Mägdlein an,
und das war achtzehn Jahr.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

4. Jetzt geh ich nicht mehr heim,
bis daß der Kuckuck kuckuck schreit,
er schreit die ganze Nacht
allhier auf grüner Heid.
Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei
allhier auf grüner Heid.

Autor: Volkslied, unbekannt

Lustig ist das Zigeunerleben
1. Lustig ist das Zigeunerleben,
fario, fariofum.
Brauch'n dem Kaiser kein Zins zu geben,
fario, fariofum.
Lustig ist's im grünen Wald,
wo des Zigeuners Aufenthalt.
Fario, fario, fario,
fario, fario, fariofum.

2. Sollt' uns mal der Hunger plagen,
gehn wir, uns ein Hirschlein jagen.
Hirschlein nimm dich wohl in acht,
wenn des Jägers Büchse kracht.

3. Soll' uns mal der Durst sehr quälen,
gehn wir hin zu Wasserquellen,
trinken das Wasser wie Moselwein,
meinen, es dürfte Champagner sein.

4. Wenn uns tut der Beutel hexen,
lassen wir unsre Taler wechseln,
treiben die Zigeunerkunst,
da kommen die Taler wieder all zu uns.

5. Wenn wir auch kein Federbett haben,
tun wir uns ein Loch ausgraben,
legen Moos und Reisig nein,
das soll unser Federbett sein.

Autor: Volkslied, unbekannt

Mein Hut, der hat drei Ecken
1. Mein Hut, der hat drei Ecken,
drei Ecken hat mein Hut,
und hätt' er nicht drei Ecken,
so wär' es nicht mein Hut.

Autor: Volkslied, unbekannt

Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus
1. Muß i denn, muß i denn zum Städtele naus, Städtele naus,
und du, mein Schatz, bleibst hier.
Wenn i komm, wenn i komm, wenn i wiedrum komm, wiedrum komm,
kehr i ein, mein Schatz, bei dir.
Kann i gleich net allweil bei dir sein,
han i doch mein Freud an dir;
wenn i komm, wenn i komm, wenn i wiedrum komm, wiedrum komm,
kehr i ein, mein Schatz, bei dir.

2. Wie du weinst, wie du weinst, daß i wandre muß,
wie wenn d' Lieb jetzt wär vorbei!
Sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel,
lieber Schatz, i bleib dir treu.
Denk du net, wenn i andre sieh,
no sei mein' Lieb vorbei;
sind au drauß, sind au drauß der Mädele viel,
lieber Schatz, i bleib dir treu.

3. Übers Jahr, übers Jahr, wenn mer Träuble schneid't,
stell i hier mir wiedrum ein;
bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch,
so soll die Hochzeit sein.
Übers Jahr, do ist mein Zeit vorbei,
do g'hör i mein und dein,
bin i dann, bin i dann dein Schätzele noch,
so soll die Hochzeit sein.

Autor: unbekannt

O du lieber Augustin
1. O du lieber Augustin, Augustin, Augustin,
o du lieber Augustin, alles ist hin.
Geld ist weg, Mäd'l ist weg, alles weg, alles weg.
O du lieber Augustin, alles ist hin.

2. O du lieber Augustin, Augustin, Augustin,
o du lieber Augustin, alles ist hin.
Rock ist weg, Stock ist weg, Augustin liegt im Dreck!
O du lieber Augustin, alles ist hin.

Autor: Volkslied, unbekannt

Schwarzbraun ist die Haselnuss
1. Schwarzbraun ist die Haselnuß,
schwarzbraun bin auch i, ja i,
schwarzbraun muß mein Madel sein,
gerade so wie i.
Holderi juvi juvi di ha ha ha.

2. Mädel hat mir Busserl geb'n,
hat mich schwer gekränkt, ja kränkt,
hab ich's ihr gleich wiedergeb'n,
ich nehm ja nichts geschenkt.
Holderi juvi juvi di ha ha ha.

3. Mädel hat nicht Hof noch Haus,
Mädel hat kein Geld, ja Geld.
Doch ich geb es nicht heraus
für alles auf der Welt.
Holderi juvi juvi di ha ha ha.

4. Schwarzbraun ist die Haselnuß,
schwarzbraun bin auch i, ja i,
wenn i eine heirat'n tu,
so muß sie sein wie du.
Holderi juvi juvi di ha ha ha.

Autor: Volkslied, unbekannt

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